Freitag, 25. Mai 2018

Kleine Tour mit Probesitzen


Sylvia und ich haben hin und her überlegt und dann den Entschluss gefasst, dass ich über kurz oder lang ein anderes Motorrad brauche. Die Bandit ist einfach nicht das Richtige für mich. Seit ich das Motorrad fahre eiere ich mehr oder weniger nur noch herum und Sylvia merkt auch, dass mir das Fahren immer weniger Spaß macht.
Nur was soll es denn werden? Gute Frage und keine prompte Antwort parat. Klar die Enduro/Reisetourer sind schon toll, aber mit meinen kurzen Beinen fast unmöglich. Da würde ich vom Regen in die Traufe kommen.
Na wir können uns ja mal umschauen, was so auf dem Markt ist und vor allem Probe sitzen und später dann Probe fahren.

Die heutige Tour haben wir also auch aus den vorgenannten Gründen ausgearbeitet
😊.
Sylvias Fazer haben wir in Uslar bei „Biker´s Point Fuchs“ erworben und waren mit dem Service und der kompletten Abwicklung sehr zufrieden. Also wird dies unsere erste Anlaufstelle sein.

Über Bundes- und Landstraßen führt der Weg Richtung Uslar. Leider sind aufgrund des letzten Sturms immer noch einige Straßen gesperrt und so muss unterwegs die ausgearbeitete Route entsprechend umgeändert werden. Aber Kurven gibt es reichlich und heute fahren die Bandit und ich auch einigermaßen im Gleichklang.

Nach ca. 1 Stunden kommen wir beim „Bikers-Point“ an. Das schöne Wetter hat nicht nur uns hergelockt. Hier steppt der Bär und so müssen wir etwas abseits des Trubels parken, was mir aber auch ganz recht ist. 😉
Zunächst verbringen wir dann einige Zeit im „Ausstellungsraum“. Es sind auch einige „Reiseenduros“  im Ausstellungsraum vorhanden, auf denen ich Probe sitze. Allerdings bewahrheitet es sich leider. Ich habe einfach keinen sichereren Stand, da meine Beine zu kurz sind und einige von den Maschinen sind zu schwer. Sylvia meint auch, dass ich auf dieser Art von Motorrad einfach fehl am Platz aussehe. Das würde einfach nicht zusammenpassen.
Schade eigentlich. Letztendlich wird das nächste Motorrad wohl wieder in Richtung „Sporttourer“ gehen. In die engere Auswahl kommen die Yamaha Fazer oder XJ 6, die Honda CBF oder die Kawasaki ER 6f. Allerdings müssen diese erst noch Probe gefahren werden. Gut, die Fazer steht ja in unserer Garage, sodass damit wohl die erste Probefahrt stattfinden wird.


Ein klein wenig enttäuscht, aber immerhin ein wenig schlauer machen wir uns – nachdem wir im angrenzenden Diner noch einen Kaffee zu uns genommen haben – auf den Weg zur Weser. Wir wollen noch dem „Fährhaus“ in Hemeln einen Besuch abstatten. Über schöne, kleine, kurvige Straßen geht es also Richtung Wasser. In Hemeln ist noch mehr los als in Uslar, aber egal. Wetter super und ein Platz auf einer Parkbank direkt an der Weser ist auch noch frei. Was könnte besser sein?
Nachdem wir Platz genommen haben, gesellt sich noch ein älterer Herr zu uns und wir kommen ins Gespräch. Er erzählt uns, dass er in Hann. Münden auf Fahrradurlaub sei und täglich Tagestouren mit seinen Miturlaubern unternehmen würde. Auf Nachfrage erklärt er, dass er auch "motorisiert" sei, da er ein Elektrofahrrad fährt, Er sei 90 Jahre alt und da ist diese Art des Fahrens, dann doch angenehmer. Nun kommen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus. Das hätten wir nun wirklich nicht vermutet, so fit wie der Herr ausschaut. Wow, wenn wir in dem Alter noch so fit sind oder wir überhaupt dieses Alter erreichen, dann können wir uns glücklich schätzen.
Etwas später, nachdem wir uns vom „Club der älteren Herrschaften“ verabschiedet haben, machen wir uns auf den Heimweg. Wir fahren noch ein wenig an der Weser entlang, bevor es dann über Uslar, Dassel und Einbeck zurück nach Seesen geht.

                                                                       © garmin BaseCamp

Ein Wochenende nach meinem Geschmack



Freitagabend: Laufen
Ein freies Wochenende, das besser nicht hätte verlaufen können. Freitag musste meine Frau bis 21.00 Uhr arbeiten, sodass ich mir die Freiheit genommen habe um mal ein wenig weiter zu laufen, als die obligatorischen 8- bis 10-Kilomerter-Runden.
Über gpsies.com hatte ich mir eine Halbmarathonstrecke herausgesucht und auf mein Smartphone geladen um mich darüber navigieren zu lassen. Die Strecke führte von Hasede durch die Feldmark Richtung Klein Förste, Harsum, Algermissen und wieder zurück. Einen Teil der Strecke kannte ich schon, da ich dort am Stichkanal öfter laufe. Es macht immer wieder Spaß durch die Feldmark und am dortigen Stichkanal entlangzulaufen…ganz für mich allein. Perfekt zum Abschalten und seinen Gedanken freien Lauf zu lassen. Am Ende waren es tatsächlich knapp 21 km, die mir meine Uhr anzeigte. Super….vielleicht klappt es ja doch noch mit einem „offiziellen Halbmarathon“.

                                                           © garmin-connect

Samstag: Geoacache-Wandern
Am Samstag hatten Sylvia und ich frei und Sy wollte gerne eine Geocaching-Tour unternehmen. Also schnürten wir gegen 11.00 Uhr unsere Wanderschuhe und machten uns auf den Weg. Passend zu meinen müden Muskeln vom Vorabend begaben wir uns zunächst auf den „Senioren-Weg“ bei Eitzum. Perfekter Start
😊



Das Wetter spielte mit und so liefen wir eine schöne 8-km-Runde durchs Despetal.
Da wir noch gut in der Zeit lagen und die Beine auch mitspielten parkten wir den Wagen um und machten uns zwischen Sibbesse und Möllensen auf die 2. Runde. Am Ende waren es wiederum gute 8 km, sodass wir an diesem Tag insgesamt gute 16 km und 35 gefundene Geocaches für unserer Statistik notieren können. 


Sonntag: Motorradtour
Nachdem auch Sonntag früh die Sonne schien war klar was wir heute machen würden. Endlich wieder Motorrad fahren!!!
Am Vorabend hatten wir in weiser Voraussicht bereits eine Tour zusammen geklöppelt, die uns durch den Harz führen sollte.  
Nach einem ausgiebigen Frühstück machten wir uns also auf den Weg. Schon auf den Weg nach Osterode am Harz merkte ich leider, dass ich bei der Routeneinstellung etwas falsch gemacht habe. Ich habe alle Wegpunkte auf „kein Alarm“ gesetzt und da wir eine Rundtour ausgearbeitet haben, wollte mich das Navi bereits nach den ersten zwei Kilometern immer wieder nach Seesen zurückschicken ohne die ausgearbeitete Route abzufahren. 
Was für ein Mist und vor allem nervig im Gehörgang !!!

In Osterode nahm ich dann auch gleich die falsche Abfahrt und hatte keinen Plan wie ich von dort zur Sösetalsperre kommen sollte. Gott sei Dank kennt sich Sylvia dort ein wenig aus und übernahm vorerst die Führung und führte uns aus der Stadt hinaus.  Die nächsten Kilometer waren dann kein Problem mehr und so genossen wir die wunderschöne Harzlandschaft und ihre Kurven.
Von St. Andreasberg nach Braunlage fuhren wir über eine kleine, an sich nette kurvige Straße (L 519). Leider ist diese in einem miserablen Zustand und ich merkte wieder einmal, dass ich dort wahnsinnige Probleme mit meinem Motorrad bekomme, sodass ich in „gefühlter Schrittgeschwindigkeit“ um die Kurven eierte.  So macht das Fahren einfach keinen Spaß.
Egal. Nicht unterkriegen lassen und weiterfahren. Unser weiterer Weg führte dann nach Wernigerode. Dort legten wir eine Mittagspause ein und gönnten uns bei einem ortsansässigen Italiener eine Kleinigkeit.
Dann ging es weiter nach Königshütte und von dort aus über die L 98 nach Tanne. Wow, was für eine schöne Gegend. Die Straße führt direkt an der „Warmen Bode“ entlang und immer wieder grast hier und da das Harzer Höhenvieh. Traumhaft schön.
Eigentlich wollten wir dann bei Braunlage auf die B 27 wechseln um von dort aus zum Oderstausee zu gelangen. Leider war dann aber die Straße gesperrt und wir mussten umdisponieren und entschieden uns für einen größeren Bogen, der uns über Wieda, Bad Sachsa und Bad Lauterberg zum Stausee führte.
Hier machten wir dann nochmal eine kleine Rast bevor es Zeit wurde um die Heimfahrt anzutreten. Aus Zeitgründen entschieden wir uns für die B 243. Nicht schön, aber effektiv. Muss auch manchmal sein…
Die Tour umfasste gute 200 km und hat bis auf ein paar kleine Ausnahmen richtig Spaß gemacht.

                                                   © garmin BaseCamp

Samstag, 21. April 2018

Mini-Harztour

Den Harz direkt vor der Tür, perfekt für eine kurze Tour. 
Sonntags vermeiden wir es ja durch den Harz zu gondeln - zu viele Menschen (Wanderer, Radfahrer, Auto- und Motorradfahrer) auf zu engem Raum. Aber heute ist ja erst Samstag, also alles gut.
Und so fahren wir Richtung Bad Grund und an dem Iberger Erlebniszentrum vorbei nach Clausthal-Zellerfeld. Eigentlich wollten wir über die K 38 nach Altenau fahren, aber leider ist diese Straße derzeit gesperrt und so bleibt uns nichts anderes übrig als die  Bundesstraßen 498 zu nutzen.
Von Altenau fahren wir zum Okerstausee und weiter am Romkehaller Wasserfall vorbei durchs schöne Okertal. An der "Verlobungsinsel" legen wir eine kurze Rast ein.



Danach fahren wir weiter durchs Okertal, zurück zum Stausee. Der weitere Weg führt uns dann an Schulenberg vorbei über Clausthal-Zellerfeld, Hahnenklee und Lautenthal zurück nach Seesen, wo wir dann den restlichen Tag auf unsere Terasse verbringen.

Insgesamt eine schöne, ruhige Runde von 88 km.


Dienstag, 10. April 2018

Was lange währt...

... wird endlich gut.
Oder auch.... DIE SAISON IST ERÖFFNET !!!

Am Sonntag war es endlich soweit. Sommerliche Temperaturen, Freizeit und alle fit. Also nichts wie rauf auf die Moppeds.

Wie meistens eröffnen wir unsere Saison mit einer Fahrt an die Weser um genauer zu sein, nach Bad Karlshafen. Diese kleine hessische Barockstadt hat es uns angetan. Nachdem die Moppeds geparkt wurden, kann man hier schön an der Weser flanieren und anschließend eine schöne Pause in einem Eiscafé einlegen und den Blick aufs Wasser genießen.

Bevor wir allerdings dort ankommen, heisst es natürlich erst einmal ein paar schöne Kurven im Solling unter die Räder zu nehmen. Leider sind aufgrund des letzten Sturms etliche kleine Waldstraßen gesperrt. Wirklich erschreckend, wie viele Bäume dem Wind zum Opfer gefallen sind.

Aber das Fahren macht trotzdem Spaß. Und so gondeln wir immer weiter in die angepeilte Richtung. Oberhalb von Bad Karlshafen legen wir noch einen Stopp beim Weser-Skywalk ein. Von hoch oben auf der "Hannoverschen Klippe"  hat man einen tollen Blick auf die unten fließende Weser.

Dann geht es aber endlich hinab in die Stadt. Leider ist die Großbaustelle an der Durchgangsstraße noch nicht beseitigt (und wird in diesem Jahr wohl auch nicht mehr fertig werden). Aber die Motorräder finden trotzdem einen Platz direkt vor der Eisdiele.

Jetzt noch einen kleinen Spaziergang runter an die Weser und dann schön gemütlich in die Lounge gelümmelt und Eis und Cappuccino genießen. Hach ich liebe es.

Die Heimfahrt gestaltet sich dann recht unspektakulär. Über Würgassen, Lauenförde bis nach Boffzen. Von da aus wieder durch den kurvenreichen Solling und ab nach Hause.

Insgesamt sind wir 190 km gefahren. Also ganz gut für die 1. Ausfahrt.

Hoffentlich, dauert es nicht allzu lang, bis wir wieder Zeit finden zu fahren.



Donnerstag, 15. Februar 2018

2017-2018

Was war das bitte für ein verkorkstes Jahr 2017.

Zunächst fing das Jahr ganz gut an. Wir haben ein paar nette Tage in Bremerhaven zusammen mit einer meiner Schwestern verbracht. Dort haben wir an einem Geocaching-Mega-Event teilgenommen und zum Abschluss absolvierte ich noch meinen ersten Laufwettkampf (5 km).

Dann bekam meine Mutter die Diagnose Krebs um die Ohren gehauen...im wahrsten Sinne des Wortes....manche Ärzte haben einfach keine Empathie...
Von da an war klar, die eigenen Interessen müssen zurückstehen. Die Eltern benötigen Hilfe.
Wenn man dann einmal Zeit für sich hatte, war man in Gedanken trotzdem immer wieder bei Ihnen und so vergingen die Wochen und Monate dahin.

Urlaub ja schon, aber so recht Lust sich damit zu beschäftigen hatten wir beide irgendwie nicht.

Kurzentschlossen haben wir uns dann für ein paar Tage in einer Ferienwohnung im Schwarzwald eingemietet und waren viel Wandern. Dort hat uns dann auch noch unsere Freundin Astrid besucht und wir hatten ein paar schöne Tage.

Das Motorrad wurde nicht viel bewegt, da das Wetter an den freien Wochenenden selten mitspielte. Das alljährliche Motorradtreffen mit den "Bikerinnen" musste aber auf jeden Fall sein...komme was da wollte.
Dieses mal hat es unsere Freundin Anja organisiert und es fand in Jossa (Jossgrund) statt. Die Anreise war für uns nicht so weit, sodass wir erst Freitag los fuhren mit Zwischenstopp in Fulda und da die "Rhönis" Anja, Petra und Simone abholten um dann gemeinsam anzureisen. Das Wetter spielte die meiste Zeit mit und so haben wir ein super schönes und lustiges Wochenende mit den Mädels verbracht.
Das diesjährige Treffen soll dann in der Lüneburger Heide stattfinden.

Im Oktober durfte ich dann meine Schwester eine Woche nach Portugal begleiten. Die Reise hatte sie von ihren Chefs zum 20-jährigen Dienstjubiläum bekommen. Es ging an die Algarve. Super schöne Gegend. Wir haben uns einen Wagen gemietet und waren fast täglich unterwegs um den Süden Portugals zu erkunden.

Der Rest des Jahres plätscherte dann so dahin.


Dieses Jahr (2018) startete dann ganz gut. Meine Mutter hat die Chemo, OP und anschließende Bestrahlung den Umständen entsprechend gut verkraftet und ist momentan krebsfrei...toi, toi, toi.

Geplant für dieses Jahr ist bisher auf jeden Fall ein Teneriffa-Aufenthalt zum Wandern, unsere Motorradtreffen mit den Mädels und ein paar Laufwettkämpfe....vielleicht schaffe ich ja wirklich die 21,1 km....und hoffentlich auch mehr Motorradkilometer als im letzten Jahr.