HAJ – Hannover-Marathon 2019


Ende letzten Jahres habe ich mich entschlossen, meinen zweite Halbmarathon in Hannover laufen zu wollen und habe mir quasi die Startgebühr zu Weihnachten geschenkt.
Mein erster HM in Kassel lief so gut und ich habe „Blut geleckt“.

Meine Frau, meine Schwester Nicole und meine Nichte Enya haben sich dann entschlossen meinen Support an der Strecke zu machen um mich aufmunternd anzufeuern. Da kann doch eigentlich gar nichts mehr schief gehen
😊

Aufgrund der in Kassel erlaufenen Zeit wurde ich in Hannover in den Startblock D eingeordnet und mein Start soll dann gegen 10.35 Uhr erfolgen. Die Marathonis starten bereits um 9.00 Uhr.  Da ich bei deren Start gerne schon vor Ort sein möchte, heißt es früh, sehr früh aufstehen. Gegen 6.00 Uhr klingelt also der Wecker, damit Sy und ich auch noch in aller Ruhe frühstücken können und uns nicht abhetzen müssen. Gegen 7.30 Uhr holen wir dann noch meine Schwester und Nichte ein und dann machen wir uns gemeinsam zunächst auf den Weg nach Sarstedt. Hier lassen wir den Wagen stehen, da für den heutigen Tag einige Straßen gesperrt sein werden und wir definitiv keinen Parkplatz finden werden. Von Sarstedt geht das weiter mit der S-Bahn zum Aegidientorplatz. Diese Anreisevariante müssen wir uns auf jeden Fall merken. Besser geht es schon fast nicht.

Kurz vor 9.00 Uhr sind wir dann am „Neuen Rathaus“, direkt am Start/Zielbereich und so bekommen wir wenn auch nur über Lautsprecher den Start der Marathonis mit. Es ist schon reichlich Trubel und die Messehalle ist kein Reinkommen möglich. Also schauen wir uns so noch um.

c Enya Leichner

Dann heißt es auch langsam Richtung Startblock. Ich bin reichlich nervös. Die anfänglich kühlen Temperaturen erhitzen sich immer mehr. Ich fürchte, dass wird im Laufe des Laufes noch wärmer…

Dann geht es los. Es wird in Wellen gestartet, sodass es nicht ganz so wuselig wird. Anfangs läuft es recht gut. Ich liege im angepeilten Rahmen. Aber leider wird es immer wärmer und mein Körper/Geist ist darauf noch nicht eingestellt. So geht es aber nicht nur mir. Sehr viele Läufer’innen ächzen und stöhnen ob der Temperatur.
Meine Supporter sind einfach toll. Meine Nichte hat mir vorab gezeigt, wie ich über mein Handy meinen Live-Standort teilen kann und so taucht meine Supportcrew immer wieder an anderen Stellen der Strecke auf und feuern mich an.  Ich freue mich riesig und könnte Euch einfach nur knuddeln. 😊

c Enya Leichner

c Enya Leichner

Trotzdem macht das Wetter wir einen Strich durch die Rechnung. Ich nehme jede Wasserstelle mit, die ich kriegen kann. So ging es mir noch nie. Eigentlich bin ich jemand, der mit sehr wenig Flüssigkeit während eines Laufs zurechtkommt, aber heute?! Ich habe keine Ahnung was da los ist.

Bei Km 18 muss ich dann eine Gehpause einlegen. Shit. Damit steht fest, ich werde es nicht schaffen meine Zeit von Kassel zu unterbieten.
Ein wenig enttäuscht und erledigt laufe ich nach 2:12.11 durchs Ziel. 
c Enya Leichner

c Enya Leichner


Trotz der widrigen Umstände kann ich Hannover nur weiterempfehlen. Die Organisation ist super und die Stimmung an der Strecke einfach nur toll. Das wird bestimmt nicht mein letzter Lauf hier gewesen sein.

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